Studieren während Corona-Zeiten 

24.03.2021
  

Corona stellt für Jurastudenten eine große Herausforderung dar. Vorlesungen gibt es nur online und Erstsemester lernen Ihre Kommilitonen eventuell erst nach der Krise kennen. Angesichts geschlossener Bibliotheken erscheint vielen Jurastudenten das Lernen unmöglich, vom Studentenleben ganz zu schweigen.
Mit einigen Tipps ist es jedoch möglich, das Jurastudium auch unter diesen Bedingungen erfolgreich zu meistern. 



Tagesplan für das Lernen erstellen
Um zu Hause effektiv zu lernen, ist es zunächst erforderlich, einen Tagesplan anzufertigen. Ein regelmäßiges Aufstehen zur selben Zeit ist hierbei auch ohne Vorlesungen sehr hilfreich. Nur mit Routine lassen sich bestimmte Lernzeiten einhalten. Gleichzeitig ist es wichtig, das Lernen nicht zu übertreiben. Pausen sind auch bei der Arbeit am heimischen PC zwingend notwendig. Am ehesten hilft hier ein Timer, der beispielsweise nach anderthalb Stunden klingelt. Um runter zu kommen, empfiehlt es sich, an die frische Luft zu gehen oder einfach kurz die Augen zu schließen. Eine längere Mittagspause von 30 bis 45 Minuten bietet sich ebenfalls an.

Einen vernünftigen Arbeitsplatz einrichten
Jurastudenten lernen regelmäßig in der Bibliothek. Natürlich sieht das Lernen zu Hause etwas anders aus. Dennoch ist es überaus sinnvoll, sich einen ähnlichen Arbeitsplatz einzurichten. Optimal ist ein eigener Lernplatz am Schreib- oder Küchentisch. Im Bett oder auf der Couch zu lernen ist vielleicht gemütlich, aber eher kontraproduktiv. Für eine dauerhaft effektive Arbeit zu Hause bietet es sich außerdem an, den Arbeitsplatz mit Snacks und Getränken zu präparieren. Auf diese Weise ist es nicht notwendig, ständig aufzustehen und das Lernen zu unterbrechen. Das Handy gehört in der Regel nicht auf den Platz, da es ein hohes Ablenkungspotenzial hat.

Nach Feierabend abschalten
Eine große Gefahr beim Studium in den eigenen vier Wänden ist außerdem die fehlende Trennung von Arbeits- und Privatleben. Daher ist es wichtig, dass Studenten nach Feierabend nicht mehr mit dem Jurastudium in Kontakt kommen. Der ständige Blick auf Fachbücher beim Fernsehabend oder eine außerplanmäßige stundenlange Recherche sind nicht hilfreich. Auch zu Hause ist es wichtig, abzuschalten, damit am nächsten Tag genügend Lernkapazitäten vorhanden sind.

Literatur im Internet finden
Ein Jurastudium ohne Bibliothek? Das funktioniert tatsächlich. Hierbei ist es beispielsweise möglich, Bücher auf dem Postweg mit anderen Kommilitonen zu tauschen. Auch Portale für gebrauchte Fachbücher sind eine gute Methode, um an die entsprechende Literatur zu kommen. Dort finden Jurastudenten nicht nur günstige Bücher, sondern sind auch in der Lage, Ihre Fachliteratur zu verkaufen.

Mit Videotelefonie Kontakt mit den Kommilitonen halten
Ein großes Manko während Corona ist außerdem das fehlende Studentenleben. Der persönliche Kontakt im Studium ist zurzeit nicht vorgesehen. Manchen Studienanfänger lernten Ihre Kommilitonen bis heute noch nicht kennen. Dank moderner Technik ist eine Kommunikation jedoch auch während der Pandemie nicht unmöglich. Die Kommilitonen lassen sich beispielsweise über soziale Medien oder per Videotelefonie erreichen. Über einen Gruppenchat sind sogar Lerngruppen oder eine virtuelle Studentenparty denkbar. Dies ermöglicht den notwendigen Austausch unter den Studierenden und steigert die Motivation erheblich. Schließlich ist es wesentlich einfacher, diese schwierigen Zeiten gemeinsam durchzustehen.

Positive Aspekte entdecken und nutzen
Motivation ist generell ein gutes Stichwort. Positive Gedanken sind während Corona überaus wichtig. Oft hilft es, sich bewusst zu machen, dass die Einschränkungen nicht von Dauer sind und ein Ende absehbar ist. Einer der positiven Effekte der Pandemie ist die zusätzlich vorhandene Zeit. Eine Anfahrt zur Vorlesung oder zur Bibliothek ist nicht notwendig. Hierdurch haben Studenten mehr Zeit, um nach dem Lernen Sport zu treiben oder ein spannendes Buch zu lesen. Dies ist unter Umständen ein echter Lernvorteil. 


Redaktion/ Dekima Medien